Montag, 26. September 2016

Lammwolle verspinnen


Vor einiger Zeit habe ich von einer lieben Hobby-Schafhalterin ein besonderes Geschenk bekommen: etwas Lammwolle von der ersten Schur ihrer Nachzucht. Weil sie selbst nicht spinnt, darf ich nun diese tolle Erfahrung machen.

Ich habe mich schon durch diverse Wollarten gesponnen, teilweise auch durch sehr seltene, aber Lammwolle ist auch für mich eine Premiere.

Vor dem Spinnen steht aber erst mal das Kardieren. Die Lammwolle ist sehr fein, weich und flauschig - wunderschön - aber beim Kardieren fällt die Einstreu nicht einfach heraus wie bei normaler Schafwolle, jeder Fitzel bleibt haften und muss von Hand heraus gefummelt werden. Die Mühe lohnt sich aber, denn das Spinnen ist einfach klasse. Die Wolle ist einfach unglaublich weich und die gesponnene Wolle sieht toll aus. Ich bin gespannt auf den ersten Strang, vor allem, wie er nach dem Baden sein wird. Bis dahin habe ich aber noch einige Spinnerei vor mir :) .

Auf dem Bild sieht man auch (so ein bisschen zumindest), wie ich meine Wolle aufbeware. Nämlich in Baumwollsäcken. So kommt Luft an die Wolle und auf den Sack kommt regelmäßig ein Tröpfchen Lavendelöl. Wichtig ist auch, dass sie Wolle gut belüftet und immer wieder umgepackt wird. Das erfordert, dass man immer wieder sein Lager umstapelt, eine gute Maßnahme, denn so wird auch mancher Neukauf erfolgreich verhindert bzw. manches Wollgeschenk freundlich abgelehnt ... mein Lager ist nämlich sehr gut gefüllt und es ist erstaunlich wie langsam es sich leert, obwohl ein Pulli nach dem anderen entsteht.

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